Bendelin - Pfarrsprengel Glöwen-Schönhagen

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Bendelin

Pfarrsprengel
Bendelin ist ein Angerdorf und liegt in der südlichen Prignitz, nordöstlich von Havelberg. Einen direkten Beleg wann das Dorf gegründet wurde gibt es nicht. Markgraf Johann überläßt 1431 Hebungen aus Bendelin dem Probst und Domkapitel zu Havelberg. Diese erhaltene Urkunde ist zwar nicht als Beleg für die Gründung von Bendelin anzusehen, gilt jedoch als Ausgangspunkt für spätere Jubiläumsfeiern.

Der Mittelpunkt des Dorfes ist seine Kirche.
Eine Urkunde über den Bau bzw. der Fertigstellung existiert nicht. In der kirchlichen Überlieferung wird berichtet, nachdem die Kolonisten ins Land gekommen waren und ihren Besitz gefestigt und aufgebaut hatten, wurde durch den Bischhof Anselm und seinen Nachfolgern der Kirchenbau gefördert. Bei der Urbarmachung des Landes wurden die Feldsteine gesammelt um sie für den geplanten Kirchenbau zur Verfügung zu haben. Baute man die ältesten Kirchen aus Holz und Feldstein mit einem festen Ziegeldach, verwendete man in späterer Zeit geschlagene Feldsteine zum Bau. Im 13. und 14. Jahrhundert wurden die Kirchen in der Prignitz vorwiegend als Wehrkirchen erbaut. Die aus Feldstein erbauten Kirchen boten den Bewohnern der Dörfer Schutz und Zuflucht vor Feinden und deren Angriffe. So auch die Kirche in Bendelin, die so läßt es sich vom Baustil ableiten ca.1350 erbaut wurde. 
Im Buch " Die Kunstdenkmäler der West Prignitz", erschienen 1909 wurde das Gotteshaus wie folgt beschrieben: -Bendelin- Gotische Kirche in Saalform aus gespaltenen Feldsteinen. Die Öffnungen haben Backsteinfassungen. Am Ostgiebel drei kleine Backsteinblenden und drei Spitzbogenfenster mit geputzten Schmiegen. Die Fenster der Langseiten modern vergrößert. An der Nordseite zwei spitzbogige Türen in Backstein mit Fasen und abgerundeter Ecke, anscheinend aus dem 14. Jahrhundert. Decke mit sichtbaren Balken. Turm aus Feldsteinen, schmaler als die Kirche, mit Satteldach und Dachreiter.
Der Altar hat über sich die Orgelempore und ist daher ohne Aufbau. Kanzel in schwerem Barock von 1745 mit Akanthuskonsolen an den Ecken, der untere Teil mit Eichenblattwulst und Blumengehängen. Die mittlere Gestühlreihe ist vorn gegenüber dem Altar, segmentförmig ausgebogen und trägt eine in Holz gestochene Muschel als Taufbecken. Von den drei Glocken hat die große 1,02m Durchmesser und Inschrift am Halse- das die Beschreibung. Anhand dieser Beschreibung erkennt sicher jeder die Bendeliner Kirche. Natürlich blieb sie in den Einzelheiten über die Jahre nicht völlig unverändert. Es gab häufig Reparaturen und Veränderungen an der Kirche, die entsprechend der vorhanden finanziellen Mittel durchgeführt wurden.

Eine ausführliche Darstellung über Bendelin und seine Welt können Sie hier entdecken.


 
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